Korridorsanierung Ulm–Augsburg genauer eingetaktet

Mit störungsanfälligen Gleisen, Weichen und Stellwerken zwischen Ulm und Augsburg soll spätestens ab dem Jahr 2035 Schluss sein. Die sogenannte Korridorsanierung, bei der die Bahnstrecke für ein halbes Jahr gesperrt und generalüberholt wird, ist nun von Juni bis Dezember 2034 eingetaktet. Bislang war lediglich das Jahr 2034 öffentlich bekannt. Ursprünglich sollte das Projekt im Jahr 2030 mit Geld aus dem Sondervermögen realisiert werden, wurde aufgrund der Vielzahl an Bauvorhaben im deutschen Schienennetz dann um vier Jahre aufgeschoben. Wie das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Max Deisenhofer (Grüne) auch mitteilt, müssen sich Bahnpendlerinnen und Bahnpendler aus der Region bis dahin mit dem jetzigen Zustand der Bahnhöfe weitestgehend zufriedengeben. Zwar werden einzelne Stationen wie die in Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) und Gessertshausen (Landkreis Augsburg) bereits 2028 und 2029 barrierefrei gestaltet und erneuert, nicht aber die Bahnhöfe im Landkreis Günzburg. „Ich bin froh, dass immerhin das Jahr 2034 gesichert ist und die DB InfraGO AG den Zeitplan nicht aufs Neue nach hinten korrigiert. Die Bürgerinnen und Bürger müssen spüren, dass die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur sinnvoll und verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Daher sind Generalsanierungen, wie sie noch von der alten Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden, eine gute Sache. Sie werden für pünktlichere Züge sorgen und das Bahnfahren attraktiver machen“, sagt Deisenhofer. Übrigens besteht kein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Sanierung der Bestandsstrecke und der Neubaustrecke Ulm-Augsburg. Mit letzterer befasst sich aktuell der Deutsche Bundestag, ehe es dann zur Entwurfsplanung kommt.