Gablingen – Rund zwei Jahre nach der Einreichung des Antrags ist über den geplanten Ton- und Sandabbau im Holzhauser Tal weiterhin nicht entschieden. Das geht aus der
Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer (Grüne) hervor. Demnach stehen die entscheidenden Stellungnahmen der Naturschutz- und Wasserfachbehörden weiterhin aus. Gleichzeitig musste der Antrag nachgebessert werden, weil für die geplante Wiederverfüllung zunächst ein nicht mehr der geltenden Rechtslage entsprechendes Untersuchungsverfahren vorgesehen war.
Besonders bemerkenswert ist aus Sicht der Grünen, dass sich der Bezirk Schwaben eigeninitiativ in das Verfahren eingebracht hat. Obwohl der Bezirk weder Genehmigungsbehörde noch offiziell am Verfahren beteiligt ist, sprach er sich nach Angaben der Staatsregierung ausdrücklich gegen eine Rodung des Bannwaldes im Holzhauser Tal aus.
Die Grünen-Landtagsabgeordneten Max Deisenhofer und Eva Lettenbauer sehen darin ein deutliches Signal: „Dass sich der Bezirk Schwaben ohne eigene Beteiligung klar gegen die Bannwaldrodung positioniert, zeigt, welche Bedeutung diesem Eingriff beigemessen wird.“
Für die Grünen ist deshalb klar: Der besondere Schutzstatus des Bannwaldes, des Landschaftsschutzgebiets und des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder muss bei der Entscheidung konsequent berücksichtigt werden. Deisenhofer betont: „Jetzt kommt es darauf an, dass das Landratsamt Augsburg die noch ausstehenden fachlichen Bewertungen sorgfältig abwägt und den Schutz von Natur und Landschaft höher gewichtet als wirtschaftliche Einzelinteressen.“