Trockenheit und Hitze machen den Menschen in Bayern zunehmend zu schaffen. Die gegenwärtige Witterung wirkt sich in einer seltenen Art und Weise sogar auf den Grundwasserstand aus. Im Monat Juni wurde laut Niedrigwasser-Lagebericht Bayern „noch nie eine so lange Hitzewelle beobachtet“. Aktuell (Stand 3.7.2026) zeigen 77 Prozent der Fließgewässermessstellen sowie 69 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen niedrige Verhältnisse.
In einer
Antwort auf eine Grüne Landtagsanfrage stellt das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention fest: „Die aktuellen Grundwasserstände im Regierungsbezirk Schwaben werden überwiegend mit „sehr niedrig“ bewertet“. Im Landkreis Günzburg beispielsweise vermeldet das Wasserwirtschaftsamt mit Sitz in Krumbach einen sehr niedrigen Grundwasserstand. Benachbarte Städte wie Nördlingen und Weißenhorn haben die Bevölkerung bereits aktiv zum Wassersparen aufgerufen.
„Die aktuelle Lage macht mir große Sorgen, und bei einem Blick auf die Wetterprognose wird das Bild nicht besser. Wir spüren den Klimawandel hautnah und müssen sorgsam mit unseren kostbaren Ressourcen umgehen. Dazu gehören einfache Maßnahmen wie die Bewässerung mit Regenwasser, der Verzicht auf das Befüllen von Swimmingpools oder die Autowäsche. Jeder Liter Trinkwasser, den wir einsparen können, ist wertvoll“, sagt der Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer.
Langfristig fordern er und seine Landtagsfraktion einen Maßnahmenkatalog, um das Grundwasser im Freistaat besser zu schützen: „Wir brauchen mehr Flächen, auf denen Wasser versickert, mehr Grundwasserschutz, mehr Regenrückhalt und klare Regeln für große Wasserentnahmen. Jeder Tropfen, der im Boden bleibt, stärkt unsere Reserven.“