Die Regionalzugverbindungen zwischen Augsburg und München müssen bleiben – dafür kämpfen die schwäbischen Grünen-Landtagsabgeordneten Max Deisenhofer, Stephanie Schuhknecht, Eva Lettenbauer und Cemal Bozoğlu. Sie haben sich jetzt an die Bundesnetzagentur gewandt und von deren Präsident Klaus Müller eine Bewertung der von der DB InfraGO geplanten Ausdünnung des Regionalverkehrs zwischen Augsburg und München gefordert. Die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde für die Vergabe der Bahntrassen könnte die DB InfraGO anweisen, auf der Strecke Augsburg – München ausreichend Regionalzüge fahren zu lassen.
„Seit wir von diesen absurden Plänen wissen, machen wir Grüne bei den Verantwortlichen Druck. Aber sie ducken sich weg und bieten keine tragfähige Lösung an“, moniert Max Deisenhofer, und ergänzt: „Die Leidtragenden sind am Ende die Pendlerinnen und Pendler, die auf die Bahn angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen. Und zwar nicht auf den teuren Fernverkehr, der noch nicht einmal alle Bahnhalte auf der Strecke bedient, sondern auf die Regionalbahn. Die einzig sinnvolle Veränderung auf dieser Strecke wäre eine Aufstockung statt einer Ausdünnung des Regionalverkehrs.“
Von DB InfraGO fordern die Abgeordneten nicht weniger als die vollständige Rücknahme der Streichpläne sowie gemeinsam mit Freistaat und Arverio einen Ausbaupfad für die Strecke. „Alles andere wäre ein fatales Signal für die Menschen in Schwaben. Der Regionalverkehr leidet bereits genug. Das Deutschlandticket wird, wie jüngst verkündet, im kommenden Jahr erneut teurer – dann muss wenigstens das Angebot passen“, betont Deisenhofer.
Nach den derzeit bekannten Planungen könnten ab 2028 täglich zwölf Regionalzugverbindungen zwischen Augsburg und München entfallen. In den Hauptverkehrszeiten könnte die Zahl der Regionalzüge von derzeit drei bis vier auf maximal zwei Züge pro Stunde und Richtung sinken. Gleichzeitig sind 19 zusätzliche Fernverkehrsfahrten vorgesehen, die dann bevorzugt Kapazitäten auf der Strecke beanspruchen würden.