Grüne Schwaben fordern Stopp der Zugstreichungen zwischen Augsburg und München

Grüne Schwaben fordern Stopp der Zugstreichungen zwischen Augsburg und München

Resolution für den Erhalt des Regionalverkehrs und mehr Kapazitäten auf der Strecke verabschiedet
Die Grünen Schwaben fordern mit einer Resolution die vollständige Rücknahme der geplanten Streichungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München. Nach derzeit bekannten Planungen könnten ab 2028 täglich zwölf Regionalzugverbindungen entfallen. In den Hauptverkehrszeiten könnte die Zahl der Regionalzüge von derzeit drei bis vier auf maximal zwei Züge pro Stunde und Richtung sinken. Gleichzeitig sind 19 zusätzliche Fernverkehrsfahrten vorgesehen.

Max Deisenhofer, Landtagsabgeordneter Bündnis90/Die Grünen:

„Die Bahnstrecke Augsburg–München ist eine Lebensader für unsere Region. Wer hier in Schwaben auf dem Land wohnt, kommt ohne Auto schon jetzt kaum in die Stadt. Ausgerechnet dort Regionalzüge zu streichen, wo die Nachfrage in den kommenden Jahren erwiesenermaßen besonders stark wachsen wird, ist verheerend, und widerspricht dem eigenen Ziel des Freistaats, die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr zu verdoppeln. Die Menschen müssen auch künftig zuverlässig und bezahlbar an ihren Arbeitsplatz kommen. Das Ziel muss sein, den Nahverkehr zu stärken, statt zu schwächen.“

Lena Eichner und Constantin Jahn, Sprecherinnen des Bezirksverbandes der Grünen Schwaben:

„Die Verbindung Augsburg–München ist die zentrale Schienenachse für Schwaben Richtung Landeshauptstadt. Wer hier Regionalzüge streicht, trifft Pendlerinnen und Pendler weit über Augsburg hinaus. Es kann nicht sein, dass der Fernverkehr ausgebaut wird und der Regionalverkehr dafür zurückstecken muss. Mehr Fahrgäste müssen zu mehr und nicht zu weniger Kapazität im Regionalverkehr führen.“
Die schwäbischen Grünen-Landtagsabgeordneten hatten sich bereits in Schreiben an DB InfraGO und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gegen die Streichungen positioniert. Mit der Resolution stellt sich nun der gesamte Bezirksverband hinter diese Forderung und begrüßt zugleich das Veto des Freistaats. Neben der vollständigen Rücknahme der Streichungen soll gemeinsam mit Freistaat und Arverio ein Ausbaupfad für die Strecke erarbeitet werden. Auch die Bundesregierung müsse ihren Einfluss geltend machen, damit zusätzliche Fernverkehrsfahrten nicht zulasten des Regionalverkehrs gehen.