Von den 867 öffentlichen Schwimmbädern in Bayern gelten 452 – mehr als die Hälfte – als sanierungsbedürftig. Um die Mängel zu beheben, müssten die Städte und Gemeinden knapp zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen. Dies geht aus einer Einschätzung der Bayerischen Staatsregierung nach einer Befragung unter den Kommunen hervor. Die Landtags-Grünen wollen dem Sanierungsstau mit einem Ausbau des Schwimmbadförderprogramms (SPSF) begegnen und beantragen allein für dieses Jahr 20 Millionen Euro mehr. „Wir dürfen nicht weiter zuschauen, wie unsere Bäder den Bach runter gehen. Sie sind essenziell für den Schwimmunterricht an Schulen, für Schwimmkurse, für Rehasport und für die Arbeit unserer Wasserrettungs-Organisationen. Die Städte und Gemeinden können die Last längst nicht mehr alleine tragen“, sagt der Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer.
Besonders kritisch sieht der Sportpolitische Sprecher der Grünen, dass die Staatsregierung das Sonderprogramm Schwimmbadförderung Ende 2026 sogar auslaufen lassen wolle. „Von 2020 bis März 2025 haben 106 öffentliche Bäder im Freistaat von den Fördergeldern profitiert. Knapp 5 Millionen Euro gingen nach Schwaben. Ich fordere CSU und Freie Wähler dazu auf, den Koalitionsvertrag einzuhalten und mindestens bis 2028 die Finanzierung des Sonderprogramms sicherzustellen“, so Deisenhofer.